Katzen, Köpfe, Kalifornien

Eigentlich sollte ich hier drei Beiträge draus machen, der Übersicht halber. Aber dann wäre die schöne poetische Stilfigur (von der ich grad keine Ahnung hab wie sie heißt, Hinweise in die Kommentare) der Beitragsüberschrift weg. Und das wäre zu schade, richtig? Also, in umgekehrter Reihenfolge:

I. Off to California!

Morgen früh um acht geht’s mit Amtrak nach Kalifornien, San Francisco. Dort treffe ich Giorgio, bei dem ich an der HSFK damals Praktikum gemacht habe, fahre mit ihm runter nach Monterey, wo er gerade am Center for Nonproliferation Studies einen Forschungsaufenhalt macht. Da bleibe ich ein paar Tage, besuche das 20th Anniversary des CNS übers Wochenende, dann geht’s wieder hoch nach SF für ein paar Tage und dann wieder zurück nach Denver. Das Ganze findet per Zug statt (ja, Fliegen ist nämlich blöde und ich will ja auch was von dem Land sehen, in dem ich rumreise), was zwar 30h von Denver nach SF dauert, aber, hey, ich hab genug Bücher+Essen+Batterien für meinen MP3-Player, so dass mir schon nicht langweilig wird.

Von daher wird es hier die nächsten eineinhalb Wochen etwas ruhiger werden. Vielleicht (aber nur vielleicht) bin ich so crazy technikverliebt, dass ich per Handy Twitterupdates schicke. D.h. (für alle die das Konzept komisch finden und nur Bahnhof verstehen), dass ich per Handy ans Internet schicke, was ich gerade mache, wo ich gerade bin und ob ich gerade wg. Schienenarbeiten mit 20h Verspätung in SF ankomme. Das Ganze gibt’s dann unter twitter.com/felixhaass zum anschauen oder rechts in der Seitenleiste meines Blogs. Ja, klingt verrückt und vielleicht lass ich’s auch einfach sein. Denn – großartiges Zitat von Hannes‘ Facebook-Profil – wir sollten uns daran erinnern:

Kaum jemanden fällt noch auf, dass das Getwitter nicht nur profan und merkwürdig ist, sondern oft regelrecht anmaßend: Man macht sich selbst zum Weltmittelpunkt, über den man ständig berichtet. Würde man den getwitterten Äußerungsstrom laut von sich geben, kassierte man wohl schnell und zu recht ein „Kannst du nicht mal den Mund halten?“.

Großartiges Zitat. (Wo ist das her, btw? Selbst von der Muse geküsst worden? Anyway, I love it!)

II. Köpfe

Das hier hat ich schon als Link getwittert, aber es ist einfach zu gut um im Twitter-Feed unterzugehen. Der Portrait-Fotograf „Platon“ (seltsamer Name, ich weiß, aber großartige Fotos) hat bei der UN-Vollversammlung im September „Heads of State“ fotografiert. Die Fotostrecke gibts auf der Homepage vom New Yorker, zusammen mit kurzen Audioclips zu den einzelnen Fotoshoots und wie sich die Premiers und Präsidenten so verhalten haben vor der Kamera. Klingt langweilig, ist aber großartig und nicht für für Fotografie-interessierte Foreign-Policy-Nerds unterhaltsam. So sieht das Ganze aus und Link gibts hier oder mit Klick auf Bild.

(Nein, Angie ist nicht dabei…)

III. Katzen

Ok, das hier ist in Internet-Zeit gemessen so alt wie…naja ziemlich alt halt, aber ich finds trotzdem großartig. Normalerweise bin ich ja Katzenvideos eher abgeneigt, aber das hier… naja, wer das hier nicht toll findet, dem ist wahrscheinlich auch sonst nicht mehr zu helfen.

(via Nerdcore)

Ok, I’m out. Werd mal noch packen gehen. Bin wieder zurück, wie gesagt, in eineinhalb Wochen oder so. Dann mit Bildern. Versprochen.

4 thoughts on “Katzen, Köpfe, Kalifornien

  1. Pingback: Tweets that mention Katzen, Köpfe, Kalifornien « The Mile High Blog -- Topsy.com

  2. Die Stilfigur heißt Alliteration… Sind denn 5 Jahre Lateinunterricht völlig spurlos an Dir vorübergegangen?😉

    Sorry, bin mal wieder der Klugscheißer-Man schlechthin.😀

    Das Zitat ist – glaube ich – aus dem Spiegel… Aber ich weiß es nicht mehr so wirklich. Ich finds auch großartig, auch wenn ich nicht daran zweifle – gemessen an den Erfahrungen, die ich mit Deinem Blog gemacht habe – dass Du uns auch über Twitter interessante Dinge zu berichten hast.

    Derweil wünsche ich Dir viel Spaß an der Westküste. Mann, Du machst uns hier wirklich permanent neidisch…

  3. Ich glaub das hab ich nie in Latein gelernt, höchstens mal in Deutsch, oder so. Bin ich mir fast sicher. Aber nur fast. Vielleicht auch nicht. Auf jeden fall macht das Cäsar’sche „veni, vidi, vici“ so stilistisch mehr Sinn.

    Und wie du siehst hab ich tatsächlich getwittert von unterwegs, aber zumindest versucht mich vorher immer an das Zitat zu erinnern und zu überlegen ob es wirklich Sinn macht, diese 140 Zeichen jetzt abzuschicken. Hat vielleicht nicht immer geklappt. Aber es ist ein guter Standard und ich hoffe, ich habe noch nicht die „ah, mein hund hat grad gepupst“-Qualitätsschwelle erreicht. Falls ich es tue, bitte laut schreien und Hassmails an die bekannte E-Mail Adresse.

    In der Zwischenzeit hab ich festgestellt das es zumindest Facebook auch auf Latein gibt… (http://bit.ly/Dw3TA) Soll einer mal sagen, dass is ne tote Sprache! In vinum veritas, sag ich da nur!

    Lateinische Grüße aus Kalifornien!

    • Wo wir gerade bei Facebook in Latein sind – geht mal bei Settings – Language auf English (Pirate). Da wird „Friends“ zu „Me Hearties“, „Messages“ zu „Bottle o‘ Messages“ und der Statusbericht fragt „What be troublin ye?“ und auch sonst gibts noch ne ganze Reihe genialer Übersetzungen! Bin begeistert und ab jetzt freibeuternder Facebooknutzer…

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