Dropbox & Daten-Backup

Kleiner Technik-Tipp am Rande: Ich hab mir ne improvisierte Backup-Lösung gebastelt, mit der Horrorszenarien á la „Mein Hund hat meine externe Festplatte verschluckt“ der Vergangenheit angehören sollten. Für alle die diese Angst nachvollziehen können, hier ne Anleitung in fünf Schritten:

  1. Dropbox runterladen, installieren und sich registrieren. Dropbox ist ein Internetdienst, der einem einen 2 GB großen Webordner zur Verfügung stellt. Doch der Webordner ist nicht nur im Internet, sondern auch auf der Festplatte verfügbar – ganz wie ein normaler Ordner. Alle Dateien, die ich jetzt in diesem Ordner speichere werden automatisch mit meinem Dropbox-Ordner im Web synchronisiert (wenn ich mit dem Internet verbunden bin). Im Prinzip sowas wie n 2 GB USB-Stick im Netz. Das Gute daran ist, dass ich von überall auf diese Dateien per Webinterface zugreifen kann. Also ein schönes „au revoir“ an dicke-Backup-Dateien-an-sich-selber mailen oder mit-„echtem“-USB-Stick-Dateien-rumtragen.
  2. Dropbox unterstützt leider (noch) nicht das Feature „Ordner überwachen“. Mit „Ordner überwachen“ will ich meinem PC sagen, dass er einen bestimmten Ordner (Uni-Ordner, Hausarbeiten-Ordner, Bilder, Musik) immer darauf prüfen soll, ob eine Veränderung vorgenommen wurde. Wenn das der Fall ist, soll er bitteschön alle veränderten Dateien in meinen Dropbox-Ordner kopieren, Backup halt. Da das Feature noch nicht in Dropbox selbst integriert ist, tricksen wir uns da drum rum.
  3. Auftritt SyncToy, ein kleines Microsoft-Progrämmchen, das genau den oben beschrieben Vorgang ausführt. Runterladen, installieren, fertig. Dann, einfach einen linken (Arbeits-Ordner) und einen rechten (Backup-Ordner) angeben (keinerlei politische Verbindung hier, ausnahmsweise nicht), einmal „Run Sync“ drücken und es ist schonmal ne gute Grundlage geschaffen. Aber jetzt haben wir nur ein statisches Abbild des Arbeits-Ordner auf Dropbox angelegt. Es soll aber dauerhaft funktionieren. Was jetzt?
  4. Dafür gibts unter Windows nach einem Klick auf „Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme/Geplante Tasks“ einen Taskplaner. Den doppelklickt man und sucht nach dem Programm SyncToyCmd.exe, das normalerweise in Programme/SyncToy 2.1 liegt. Und dann kommt man in ein Auswahlmenü, in dem man angeben kann, in welchem Rhythmus man das Programm ausführen will. This is where the magic happens. Hier kann man so ziemlich jeden wirren Zeitrhythmus angeben, den man sich vorstellen kann (bis auf „beim Runterfahren“, was ziemlich praktisch wäre, grrr). Ich habe es auf einen wöchtenlichen Rhythmus eingestellt, da ich momentan nicht so viel schreibe. In einer heißen Hausarbeitsphase, kann man das aber auch stündlich oder halbstündlich einstellen. Yay!
  5. Ein letztes noch: Hat man den geplanten Task erstellt, muss im „Geplante Task“-Menü noch einen Rechtsklick auf SyncToyCmd machen, dann auf Eigenschaften und dann in der Zeile „Ausführen“ am Ende ein „-R“ (ohne Anführungszeichen) eingeben.

Eigentlich ganz einfach oder?😉

(Anmerkung: Jupp, ich kann auch einfach meinen ganzen Uni-Ordner/Arbeits-Ordner in den Dropbox-Ordner verschieben, dann bräuchte ich das ganze Sync-Gedöns nicht. Aaaaber: erstens hab ich nur 2 GB in der freien Version von Dropbox, mehr Gigs kosten Geld. Und zweitens bin ich noch nicht so ganz sicher ob ich dem Ding 101%ig vertraue… Daher die doppelte Variante mit Sync)

 

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